Antigone
Antigone - Kreon

Der Wächter (Tobias Braun rechts ), von Kreon (Nicholas Wood im Hintergrund)        Foto: Felix Faller
mit Argwohn betrachtet und selbst in Gefahr, entdeckt Antigone (Lisa Vogel)
beim Verstoß gegen dessen Bestattungsverbot. Er übergibt sie Kreon.
Wächter ( Tobias Braun
rechts): ”Ich bin selbst erst einer Not entronnen - dafür steckt sie jetzt drin.
                                                    So ist der Mensch: ein Scheusal: Er selber geht sich über alles.”   

Fotos: Tobias Reinmuth

Kreon (Nicholas Wood):
   ”Trotzdem hast du ihn verscharren
     wollen, gegen das Gesetz.”

Antigone (Lisa Vogel) : “Es ist dein
    Gesetz, nicht meins. Ich brauche
    dein Gesetz nicht, ich hab mein
    eigenes... Wenn ich dafür sterben
    muss, schätz ich es als Vorteil. In
    einer Welt zu leben, Kreon, wo du
    Herrscher bist über solche, die zu
    allen Greueln nicken, wenn es
    ihnen in den Gram passt, ist öde...”

Kreon :
   “Der steht es übel an, erhabene
    Gedanken zu verbreiten...Ich wär
    kein Herrscher, wenn ich sie den
    Herrn hier spielen ließe. Nein, sie
    muss weg. So sind sie, die Spröss-
    linge des Ödipus, mordwütig die
    Söhne, die Töchter ausbrechend.”

Antigone :
   ”Worauf wartest du denn noch? Es
     gibt doch kein Verstehen zwischen
     uns...”

Kreon :
   “Jetzt stellt sie ihr Verbrechen schon
     als etwas Beispielhaftes hin.”

Foto: Felix Faller

Antigone :
 “Ist es ein Vergehen dem Bruder die Treue zu halten?”

Kreon :
 ”Er hat deinen Bruder ermordet.”

Antigone :
 ”Mir waren beide lieb.
Tot sind sie beide gleich.”

Kreon :
 “Gleich wertvoll der Gute wie der Schlechte?”

Antigone  :
 ”Wer weiß, was gut ist und was schlecht.

Kreon :
 ”Nie wird ein Feind, weil er gestorben ist, zum Freund.

Antigone :
“Nicht um zu hassen -  um zu lieben bin ich hier.”

Kreon :
 ”Dann stirb!...”

Foto: Felix Faller

Kreon :
   “Für meinen Sohn gibt es bessere
     als die da, die sich nicht schämt,
     nicht zu denken, was alle denken.

Antigone :
    ”Was alle denken, muss nicht recht
      sein.”

Kreon :
    ”Schon der Anstand gebietet, sich
     der Mehrheit zu fügen, du lebst
     von ihr.”

Antigone  :
    ”Ich leb nicht von der Mehrheit und
     nicht für sie. Je mehr zusammen
     sind, desto bequemer sind sie, und
     Unrecht geht leichter durch.

Kreon :
    “Wer die Mehrheit angreift, verliert
      sein Leben.”

Fotos: Tobias Reinmuth

Antigone :
 
”Auch die da,
 mach dir nichts vor, Kreon,
 sie denken wie ich.
 Was ich tun wollte, würden sie loben, hätte sie nicht Angst vor dir. Deine Tyrannei ist überall,
 auch in ihnen,
 sie reden dir nur nach dem Maul, gegen ihre Überzeugung
 lassen sie mich im Stich.”

Fotos: Tobias Reinmuth

Antigone :
   “Mir ist die Seele schon gestorben,
    der Übergang zum Tod ist nur ein
    Schritt.”

Kreon :
    ”Anpflöcken soll man beide, nicht
     laufen lassen!”

Antigone :
   ”Der kann sich freuen, der
     nicht durch solche Hölle gehen
     muss wie ich. Wer einmal aneckt
     und ins Rutschen kommt, den
     trampeln sie nieder, und er kann
     vom Glück sagen, wenn er nicht
     auch noch den Glauben an sich
     selbst verliert.”

Sophokles/Antigone

Rollen

Kreon/Volk

Antigone/Ismene

Kreon/Antigone

Kreon/Haimon

Bürger

Chor

Inhalt

Autor

Dramaturgie

Presse