Antigone
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Sophokles

Sophokles (496 - 406), der Sohn eines reichen Industriellen, stammte aus dem Demos Kolonnos bei Athen. 468 erhielt er den ersten tragischen Chor und siegte über Aischylos. Mit über 120 Dramen errang er mindestens 18  Preise . Die erhaltenen sieben Dramen

Sophokles

stammen aus seiner zweiten Lebenshälfte. Er bekleidete hohe Staatsämter. Sophokles war Priester eines attischen Heilheros, führte den Kult des Asklepios in Athen ein und wurde nach seinem Tode selbst als Heros verrehrt.

Dramatische Technik. Sophokles hat durch Einführung des dritten Schauspielers und Zurückdrängung der chorisch-musikalischen Bestandteile den dramatischen Charakter der Tragödie verstärkt und durch Verzicht auf Trilogien die Straffung des einzelnen Dramas gefördert.

Seine Helden sind vielfach großgeartet und schroff und treiben den Konflikt aufs Äußerste. Die Sicherheit der Charakterzeichnung verbindet sich bei Sophokles mit einem durchsichtigen Aufbau der Handlung und einem untrüglichen Gefühl für Bühnenwirksamkeit. Vor allem sind seine Personen in verschiedenen Dramen verschieden gestaltet (vgl. Odysseus im Aias und im Philoktet, Kreon in König Oidipus und Antigone , Antigone als Titelheldin und im Oidipus auf Kolonos). Die niederen Rollen (Bote, Wächter) sind realistisch belebt. Als Meister der dramati- schen Technik beherrscht Sophokles die Gesetze der Spannung, der Steigerung und des Kontrastes. In seinen späteren Dramen hat er schon von der Technik des Euripides gelernt (Intrige, deus ex machina), in der Gestaltung der Chorlieder diesen jedoch übertroffen, und in der Einheit von Gehalt und Gestaltung fanden seine Tragödien die Vollendung klassischer Kunst.

Weltbild. Sophokles war in seinem Bürger- und Dichterleben erfolggekrönt und  ein Freund der Schönheit und der heiteren Lebensfreude. Dass dies harmonische Lebensbild in der Vertrautheit mit den Gefahren und Abgründen des menschli- chen Seins und Handelns gründete, zeigen seine Tragödien. In ihnen rang er um den Glauben an die Allmacht der Götter, gestaltete er das Leiden unschuldig- schuldig werdender Menschen, deren Gebrechlichkeit und die Verderblichkeit der Hybris. In all dem teilt sich die Gottheit dem Menschen mit, und gerade hierin offenbart sich die tiefe Gläubigkeit des Dichters, der sich der Forderung des delphischen Gottes stellt: gnothi sauton.
                                                                                  
Hans von Geisau, in: Hellenika

Sophokles/Antigone

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