Die Irre von Chaillot
- Der Autor -

In seinen Lustspielen und Tragödien griff Giraudoux gern auf die Antike (”Amphitryon 38”, UA 1929; “Der Troyanische Krieg findet nicht statt”, UA 1931; “Sodom und Gomorrha”, UA 1943) und fantastische Stoffe (“Undine”, UA 1939) zurück. Die oft auf ein Minimum beschränkte Handlung und die auf typische Charakterzüge reduzierten Figuren rücken die Bühnenwerke in die Nähe des Ideendramas und lassen die Aktualität scheinbar historischen Geschehens und immer noch unerledigter Menschheitsprobleme erkennen. Die sprachliche Brillanz und Leichtigkeit erzeugende Mischung des tragisch Erhabenen mit dem Alltäglichen waren der Schlüssel für Giraudoux’ bis in die 1960er Jahre anhaltenden Welterfolg. Heute wird sein komödiantisches Meisterwerk “Die Irre von Chaillot” (UA 1945) immer wieder inszeniert.

Jean Giraudoux, * 29. Okt. 1882 Bellac (Haute-Vienne), + 31. Januar 1944 Paris

Nach einem Germanistikstudium war Giraudoux zunächst als Hauslehrer in Deutschland, als Französisch-Lektor an der renommierten amerikanischen Havard-Universität und als Feuilletonredakteur an der Pariser Zeitung “Le Matin” tätig.

Gleichzeitig mit seiner diplomatischen Karriere, die 1939/40 in der Leitung des französischen Propaganda- ministeriums gipfelte, begann er 1910 seine literarische Laufbahn.
Er veröffentlichte zunächst Erzählungen und Romane, bis ihn der Regisseur und Schauspieler Louis Jou, der später bei fast allen Uraufführungen Regie führte, davon überzeugen konnte, den 1922 entstandenen Roman “Siegfried et le Limousin” für die Bühne zu bearbeiten.. Das daraus entstandene Stück (“Siegfried”, UA 1928), das die Problematik der französisch-deutschen Gegensätze zum Thema hat, markiert den Beginn seiner Karriere als Dramatiker und legte zugleich den Grundstein für die lebenslange Freundschaft mit Jouvet.

Giraudoux / Irre

Die Rollen

Die Bedrohung

Die Aufklärung

Die Gegenwehr

Die Liebe

Der Prozess

Die Erlösung

Der Inhalt

Der Autor

Dramaturgie

Presse