Der Arzt wider Willen
- Der Inhalt -

    Errare humanum est...

    Wer hat nicht schon einmal die Situation erlebt, daß man plötzlich für etwas gehalten wird, was man gar nicht ist, oder daß einem Fähigkeiten zugeschrieben werden, die man nie besaß - und was geschieht: Man 'spielt mit' - und gerät von einer Peinlichkeit in die andere. Nicht anders ergeht es den Helden in Molières Stück "Der Arzt wider Willen". Der Meister der französischen Komödie nimmt die Heuchelei und die Eitelkeit der Leute aufs Korn - und das geht nicht ohne Prügel ab.

    Der Streit zwischen dem Holzhacker Sganarelle und seiner Martine endet mit schmerzhaften Stockschlägen für die Ehefrau. Diese schwört Rache und nutzt die Gelegenheit, als die Diener Lucas und Valérie für die plötzlich "stumm" gewordene Tochter ihrer Herrin Géronte einen Arzt suchen. Martine erzählt ihnen, daß ihr Mann der beste Arzt der Welt sei, aber so bescheiden, daß man ihn erst durch eine kräftige Tracht Prügel dazu bringen könne, seine Talente zuzugeben. Lucas und Valérie glauben ihr aufs Wort, und so kommt es zu den Stockschlägen für den nichtsahnenden Sganarelle, der schließlich, um weiteren Hieben zu entgehen, als "Arzt wider Willen" in Mme Gérontes Haus geführt wird.

    In Molières Komödie in drei Akten geht nun alles drunter und drüber: Zwischen Sganarelles Geldgier, seinen Annäherungsversuchen und der Blauäugigkeit der Personen, die in ihm mit aller Kraft einen Arzt sehen wollen, ist schnell vergessen, warum eigentlich alles so gekommen ist. Eine Posse jagt die andere, und die verschiedenen Charaktere mit ihren Schrullen und Eigenarten prägen die Handlung.

    Molière karrikiert in seiner unnachahmlichen Art die Naivität und Gutgläubigkeit der Menschen und gleichzeitig die Scharlatane, die nicht nur zu seiner Zeit ihr Unwesen trieben. So bietet dieses der Tradition der Commedia dell' arte verpflichtete Stück voller Situationskomik und Übertreibungen, kurzweilig, lustig, ein üppiges Bild menschlicher Verfehlungen und Schwächen.

Molière/Arzt

Die Rollen

Streiten

Flirten

”Kurieren”

Der Inhalt

Dramaturgie

Die Presse