Kabale und Liebe
- Die Intrige -

Werkzeug in der Hand des jeweils anderen: Der Intrigant Wurm (Ludwig Berger) und der Präsident (Nicholas Wood rechts )

Foto: Tobias Reinmuth

Fotos: Thorsten Keesser

Präsident (Nicholas Wood rechts ):
     ”Ein ernsthaftes Attachement!
      Mein Sohn? - Nein, Wurm, das
      macht er mich nimmermehr
      glauben...
Wurm (Ludwig Berger):
       “Ihro Exzellens haben die
        Gnade, mir den Beweis zu
        befehlen.”

       Präsident: “Dass er der Bürgerkanaille den Hof macht - Schmeicheleien sagt - auch meinetwegen Empfindungen
                  vorplaudert - Das sind lauter Sachen, die ich verzeihlich finde - aber - und auch noch gar die Tochter eines

           “Musikus?”
Wurm:
          “Musikmeister Millers Tochter”
Präsident:
          “Hübsch? - Natürlich, das
           versteht sich...”
Wurm:
          “Das schönste Exemplar einer
           Blondine, die, nicht zuviel
           gesagt,  neben den ersten
           Schönheiten des Hofes noch
           Figur machen würde.”
Präsident:
          “Er sagt mir, Wurm - Er habe
            ein Aug auf das Ding... Dass
            er sich seinen Nebenbuhler
            gern vom Hals geschafft hätte,
            glaub ich Ihm herzlich gern...

       ...Da er meinen Sohn bei dem
       Mädchen auszustechen Mühe
       haben möchte, soll ihm der
       Vater zur Fliegenklatsche dienen -
       das finde ich wieder begreiflich -
       Nur, mein lieber Wurm , muss er
       mich nicht mitprellen wollen.”
Wurm:
       “Ihro Exzellenz verzeihen. Wenn
       auch wirklich - wie sie argwohnen -
       die Eifersucht hier im Spiel sein
       sollte...”
Präsident:
       “Ich dächte, sie bliebe ganz
       weg.Tröst er sich mit dem hiesigen
       Adel; - wissentlich oder nicht - bei
       uns wird selten eine Mariage ge-
       schlossen, wo nicht wenigstens ein
       halb Dutzend der Gäste das Para-
       dies des Bräutigams geometrisch
       ermessen kann.”

Fotos: Tobias Reinmuth

Präsident (Nicholas Wood ( links) zu Wurm (Ludwig Berger):
   
  ”Eben liegt der Vorschlag
       im Kabinett, dass wegen
       der Ankunft der neuen
       Herzogin, Lady Milford
       zum Schein den Abschied
       erhalten und, den Betrug
       vollkommen zu machen,
       eine Verbindung eingehen
       hen soll... Damit nun der
       Fürst im Netz meiner Fami-
       lie bleibe, soll mein Ferdi-
       nand die Milford heiraten.”
Wurm:
      “Nur vergessen Euer Exzel-
       lenz nicht, dass der Dienst,
       Sie von einer unwillkomme-
       nen Schwiegertochter zu
       befreien...”
Präsident:
      “Den Gegendienst wert ist,
        Ihm zu einer Frau zu ver-
        helfen? - Auch das, Wurm.”

Der Präsident (Nicholas Wood):
      “Dass Lady Milford Majorin von
       Walter wird, ist Ihnen gewiss
       etwas Neues?”
Hofmarschall Ole Sasse) :
       “Denken Sie! - Und das ist schon
         richtig gemacht?”
Der Präsident:
       “Unterschrieben - und Sie
         verbinden mich, wenn Sie ohne
         Aufschub hingehen und den Ent-
         schluss meines Ferdinands
         in der ganzen Residenz bekannt
         machen...!“

Fotos: Tobias Reinmuth

Präsident (Nicholas Wood):
      “Alles ist gewonnen, wenn wir ihm
       das Mädchen verdächtig machen -
       dass sie es noch mit einem andern
       habe.”
Hofmarschall:
      “Dieser andre?”
Präsident:
      ”Müssten Sie sein, Baron.”
Hofmarschall:
      “Ich sein? Ich?...
        Im Namen Gottes, ich will meinen
        Namen hergeben.”
Präsident:
      “Und den Brief irgendwo
        herausfallen lassen, wo er dem
        Major zu Gesicht kommen muss...”

Wurm:
      ”Der Geiger und seine Frau sind
        glücklich und ohne alles Geräusch
        in Verhaft gebracht.”      

Präsident:
      “Doch - ernsthaft dürfte der
        Handel nicht werden:”
Wurm:
      ”Ganz und gar nicht - nur inso-
        weit, als es nötig ist, die
        Familie in die Klemme zu
        treiben.”

Fotos: Thorsten Keesser

Präsident:
      ”Ich geb mich dir überwunden,
        Schurke. Das Geweb ist satanisch
        fein...”      

Schiller /Kabale

Rollen

Die Utopie

Die Bedrohung

Die Intrige

Lady Milford

Der Brief

Der Verrat

Die Farce

Das Scheitern

Der Tod

Inhalt

Autor

Dramaturgie

Presse

 

Präsident (Nicholas Wood):
   
“Ein herrliches Impromptu des menschlichen Witzes
    und wissen mir ohne Zweifel eine wichtige Neuigkeit.”