Kabale und Liebe
- Der Tod -

Luise: “Sterben - Gott... Und meine Mutter -
            mein Vater! Ist keine Rettung mehr?”

Ferd.: ”Sorge für deine unsterbliche Seele, Luise! - Hast du den
            Marschall geliebt?... Deine Limonade war in der Hölle
            gewürzt. Du hast sie dem Tod zugetrunken...”

Ferdinand: ”Keine Rettung, musst jetzt schon dahin - aber sei ruhig.
                    Wir machen die Reise zusammen.”

Luise: “Ferdinand! Ferdinand! Nun kann ich nicht mehr schweigen - der Tod - der Tod hebt alle Eide auf -
            ich sterbe unschuldig, Ferdianand... Dieser Brief - fasse dich - Meine Hand schrieb, was mein Herz
            verdammte - dein Vater hat ihn diktiert...”

Luise:        “Ferdinand - Man zwang mich - vergib - deine Luise hätte den Tod vorgezogen - aber
                    mein Vater - die Gefahr - sie machten es listig...
.”
Ferdinand: “Mörder und Mördervater! - Mit muss er, dass der Richter der Welt nur gegen den Schuldigen rase.”
Luise:        “Sterbend vergab mein Erlöser - Heil über dich und ihn. (
Sie stirbt )

Ferdinand (Ferdinand fällt in Schmerz aufgelöst vor der Toten nieder) :
 
                “Halt! Halt! Entspringe mir nicht, Engel des Himmels! Gott meiner Luise! Gnade!
                   Wie reizend und schön auch im Leichnam...

    ... Diese Sanftmut war keine
        Larve -  sie hat auch dem
        Tod standgehalten...”

Ferdinand: “Ich bin um mein Leben bestohlen, bestohlen durch Sie! Ich habe einen Mord begangen, einen Mord,
         den du mir nicht zumuten wirst allein vor den Richter der Welt hinzuschleppen, feierlich wälz ich dir hier
         die größte grässlichste Hälfte zu... - Eine Gestalt, wie diese, stehe auf deinem Grabe, wenn du auferstehst -
         und neben Gott, wenn er dich richtet.”

Präsident: “Verfluchter, Du, du
      gabst den Schlangenrat -
       Über dich die Verantwor-
      tung - Ich wasche die Hände.”
Wurm: “Über mich?
(Er fängt grässlich
        an zu lachen)
So weiß ich doch
      nun auch, auf was Art sich die
      Teufel danken. - War es mein
      Sohn? War ich dein Gebieter?
     Jetzt will ich verloren sein,
     aber du wirst es mit mir sein -
     Auf! Auf! Ruft Mord durch die
     Gassen!.. Arm in Arm mit dir
     zum Blutgerüst! Arm in Arm
     mit dir zur Hölle!”

Schiller/Kabale

Rollen

Die Utopie

Die Bedrohung

Die Intrige

Lady Milford

Der Brief

Der Verrat

Die Farce

Das Scheitern

Der Tod

Inhalt

Autor

Dramaturgie

Presse