Weiss: Marat / Sade
- Autor -

Peter Weiss wurde 1916 in Nowawes, damals ein Dorf bei Berlin, als Sohn eines jüdischen Textilfabrikanten geboren. Er emigrierte 1934 mit der Familie aus Nazideutschland nach London, bildete sich zum Maler und Zeichner aus (Kunstakademie Prag 1936-1938), kam mit der Familie 1939 nach Schweden und lebte bis zu seinem Tod 1982 mit seiner Frau,  einer Bühnenbildnerin, in Stockholm. Neben Bildern entstanden um 1945

erste Texte. In den fünfziger Jahren arbeitete Weiss an experimentellen und dokumentarischen Filmen, dann traten Prosatexte und dramatische Versuche in den Vordergrund.

Peter Weiss ist seit 1965 erklärter Marxist. Er hält die Gesellschaftsform der DDR für richtig, die der Bundesrepublik Deuschland für falsch, und er versucht, auf Reisen in kommunistische Länder (Cuba, Nord-Vietnam während des Krieges) seine Entscheidung für den Marxismus bestätigt zu finden, gerät aber wegen seines offenen Eintretens für ,,freien, undogmatischen Meinungsaustausch" in Konflikte mit den Staatsorganen und der herrschenden Lehrmeinung. Nur eine Auswahl seiner Dramen wurde in der DDR zur Aufführung zugelassen.

Werke: Abschied von den Eltern (Erz. 1961) - Fluchtpunkt (R. 1962) - Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats. . . (Dr. 1964) - Die Ermittlung (Dr. 1965) Viet Nam Diskurs (Sch. 1968) — Hölderlin (Dr. 1971)

Weisss / Marat-Sade

Die Rollen

Ausrufer

Marat

de Sade

Corday

Duperret

Coulmier

Roux

Internierte

Der Inhalt

Der Autor

Dramaturgie

Die Presse